Eine-Welt-Projekte
Perugruppe der Domgemeinde
Die ersten Anfänge unserer Arbeit in der Perugruppe gehen bis ins Jahr 1985 zurück. Es entwickelten sich Ideen, wie man Nelly, die sich als Krankenschwester um die Menschen in Puno am Titicaca-See kümmerte, und Mauricio, der als Rechtsanwalt Arme und Rechtlose vertrat, unterstützen könnte. Von Anfang an hatten wir dabei auf Hilfe zur Selbsthilfe Wert gelegt. So funktionieren inzwischen in Hyana Pucara, Puno die installierten Gemeinschaftsduschen und die Joghurtherstellung völlig ohne unsere Hilfe. Im Hochland konnten wir den Bau mehrerer Kindergärten unterstützen und für pädagogisches Material sorgen. Vor kurzem konnten im Kindergarten Machajmarca Waschgelegenheiten und ein Trinkwasserbrunnen mit solarbetriebener Pumpe installiert werden. Ein weiterer Kindergarten am Stadtrand von Puno ist bisher nur sehr provisorisch ausgestattet. Dort wird derzeit der Spielplatz gerichtet und Spielgeräte aufgestellt.
Vernetzt sind wir mit einer Gruppe in Murten (Schweiz) und Terfens (Österreich), mit denen wir einmal jährlich zu einem Austauschtreffen, zu dem jedes Mal auch unsere Projektpartner vor Ort, Nelly und Mauricio per Video zugeschaltet sind.
In dieser Zusammenarbeit ließen sich viele Projekte schon verwirklichen, wobei unser Schwerpunkt immer auf der Arbeit mit Kindern lag.
Unsere Gruppe ist jedes Jahr mit einem Häusle auf dem Nikolausmarkt vertreten. Des Weiteren bekommen wir dankenswerterweise immer wieder auch großzügige Spenden.
Wir freuen uns sehr, wenn auch Sie unsere Projekte in Peru durch ihre Mitarbeit oder mit Spenden unterstützen wollen!
Spendenkonto: Kirchenpflege St. Martin, IBAN DE94 6039 1310 0105 3640 02, Stichwort „Peru“
Kontakt Dompfarrbüro St. Martin | Karin Sauter E-Mail schreiben
Miteinander TEILEN - Gemeinsam handeln
Am Ende der Gebetswoche für die Einheit der Christen im Jahre 1979 haben die Evangelische und die beiden katholischen Kirchengemeinden der Kernstadt sich der damals seit 10 Jahren bestehenden ökumenischen Aktion „Miteinander Teilen – Gemeinsam Handeln“ (MT) angeschlossen. In der Aktion bringen Christinnen und Christen beider Konfessionen gemeinsam ihre Solidarität mit den Armen in der weiten Welt zum Ausdruck. MT verbindet uns mit Menschen in Afrika, Asien und Lateinamerika, aber auch uns Christen untereinander in den noch getrennten Konfessionen. Gemeinschaft wächst ja vor allem dort, wo man in die gleiche Richtung blickt und handelt.
Die beiden großen Hilfswerke MISEREOR und Brot für die Welt suchen gemeinsam zwei Projekte pro Jahr aus, dargestellt auf einem Faltblatt. Die Unterstützung wechselt in Rottenburg jedes Quartal; Januar-März und Juli-September steht das erste im Blick, April-Juni und Oktober-Dezember das zweite. Verlässliche Partner vor Ort sorgen dafür, dass die Spenden auch ankommen, wofür sie bestimmt sind.
Durch MT ist eine starke Bewegung der Solidarität entstanden. Der gemeinsame Einsatz für Frieden und Gerechtigkeit und das gemeinsame solidarische Füreinander-Einstehen gehören zu den stärksten Zeichen gelebten Glaubens und ökumenischer Verbundenheit. Teilen ist Gewinn! Gewonnen haben die Armen, denen die über 450.000 € zugute kamen, die MT in den Jahren an Spendengeldern in der Kernstadt gesammelt hat. Gewonnen haben aber auch viele Menschen in Rottenburg, denn MT ist mehr als nur Spenden: Es ist ein gegenseitiges Anteilnehmen. Es geht in der Gemeinschaft der Menschen weltweit durch die Globalisierung mehr denn je um globale Solidarität und um gemeinsame Verantwortung.
Diakon Andreas Weiß



