Konzept zum Schutz vor sexuellem Missbrauch der Seelsorgeeinheit Rottenburg a.N.
Die Katholische Seelsorgeeinheit (SE) Rottenburg a.N. hat ein Konzept zum Schutz vor sexuellem Missbrauch erstellt, um eine Kultur des achtsamen Miteinanders und der Verantwortung sicherzustellen. Ziel ist es, einen Raum zur Begegnung und Entfaltung von Persönlichkeit und Glauben zu schaffen.
Alle sollen vor körperlicher, seelischer und sexualisierter Gewalt geschützt sein. Der Respekt vor der Würde eines jeden Menschen ist das Fundament unseres Schutzkonzepts und darüber hinaus Ausgangspunkt allen kirchlichen Handelns in der SE Rottenburg. Nur so können wir dem christlichen Grundauftrag gerecht werden: In jedem Menschen das Abbild Gottes zu erkennen.
Bausteine Schutzkonzept
Zu einem Schutzkonzept gehört eine umfassende Bestandsaufnahme und Risikoanalyse. Jede katholische Kirchengemeinde und Einrichtung der SE analysiert welche Menschen bei uns schutz- und hilfebedürftig sind. In welchen Situationen oder Orten könnte ein besonderes Risiko liegen? Das Schutzkonzept der Kirchengemeinden legt fest, wie die fachliche und persönliche Eignung von Mitarbeitenden sichergestellt wird. Bei Mitarbeitenden mit Arbeitsverträgen lassen sich die Vorgesetzten notwendige Dokumente vorlegen:
- Unterschriebener Verhaltenskodex
- Selbstauskunfts- und Verpflichtungserklärung
- Erweitertes polizeiliches Führungszeugnis (alle 4 Jahre)
- Teilnahme an Präventionsschulungen
Alle ehren- wie hauptamtlichen Mitarbeitenden unterzeichnen den verbindlichen Verhaltenskodex der Diözese, sowie die Selbstauskunfts- und Verpflichtungserklärung. Auch sie besuchen Präventionsfortbildungen je nach Art, Intensität und Dauer des Kontakts mit Schutzbefohlenen.
Hauptamtliche und ehrenamtliche Personen verpflichten sich damit, Schutzbefohlenen mit Wertschätzung und Respekt zu begegnen. Dazu gehört, ihre Rechte zu achten, sensibel mit Nähe und Distanz umzugehen. Sie sprechen sich gegen Gewalt in jeglicher Form aus.
Bei Vermutungen oder Verdacht auf Übergriffe werden angemessene Schritte unternommen, um betroffene Personen zu unterstützen. Die SE hat dazu einen Interventionsplan erarbeitet.
Betroffene erhalten Unterstützung, wenn sie sich Mitarbeitenden der SE anvertrauen. Bei Übergriffen zwischen Kindern oder zwischen Jugendlichen ist angemessen und konsequent pädagogisch zu handeln. Die Kommission sexueller Missbrauch wird informiert, wenn es zu sexualisierten Übergriffen durch Mitarbeitende im Dienst der Kirche kam. Die Aufarbeitung von Missbrauch und Gewalt wird in jedem Fall unterstützt. Unter anderem durch die Zusammenarbeit mit der Aufarbeitungskommission der Diözese und rechtsstaatlichen Stellen. Die SE setzt sich auch in Kooperationen mit anderen Trägern oder Fremdfirmen für den Schutz vor Missbrauch und Gewalt ein.
Zur Aufrechterhaltung der Qualität unserer Präventionsarbeit gehört das jährliche Monitoring der Umsetzung und der jährliche Bericht für den Gemeinsamen Ausschuss der SE. Außerdem ist Bestandteil die regelmäßige Thematisierung, Aktualisierung der Daten und die stetige Weiterentwicklung des Gewaltschutzkonzepts. Zuständig dafür ist das Präventionsteam der SE Rottenburg.
In der Arbeit mit Menschen können Fehler passieren. Daher ist es wichtig, Möglichkeiten für Rückmeldungen und Beschwerden zu schaffen, um daraus zu lernen und uns zu verbessern. Besonders Kinder, Jugendliche und schutz- oder hilfebedürftige Erwachsene sollen wissen, dass es erwünscht ist, sich mitzuteilen. Eingegangene Rückmeldungen werden zeitnah bearbeitet, um Betroffene ernst zu nehmen.
Unten finden Sie unsere Ansprechpersonen in unserer Seelsorgeeeinheit sowie aktuelle Kontaktadressen zum Thema Prävention und Missbrauch!
Definitionen
Gewalt kann sich in verschiedenen Formen zeigen und umfasst körperliche, seelische, sexualisierte und vernachlässigende Handlungen.
Die Präventionsarbeit zielt darauf ab, alle Formen von Gewalt und jede Form von Missbrauch in helfenden, seelsorgerlichen und geistlichen Begegnungen zu verhindern.
Besonders schutzbedürftig sind Kinder, Jugendliche, schutz- und hilfebedürftige Erwachsene sowie Personen in Macht- oder Abhängigkeitsverhältnissen.
Prävention umfasst vorbeugende, begleitende und nachsorgende Maßnahmen, Information, Begleitung und Stärkung. Die Benennung von Ansprechpersonen im Verdachts- und Interventionsfall ist Teil der Prävention.
Ansprechpartner Seelsorgeeinheit Rottenburg
Ansprechpersonen für die gesamte Seelsorgeeinheit
Frida Löffler | 0157 38170557 | E-Mail schreiben
Joschija Merkle | 0160 4157362 | E-Mail schreiben
Ansprechpersonen für die einzelenen Kirchengemeinden
Domgemeinde St. Martin
Monika Knauf | 07472 244096 | E-Mail schreiben
Markus Rummel | 07472/41261 | E-Mail schreiben
Kirchengemeinde St. Moriz
Frida Löffler | 0157 38170557 | E-Mail schreiben
Joschija Merkle | 0160 4157362 | E-Mail schreiben
Kirchengemeinde Seebronn
Birgit Joos | 0173 3164308
Julian Schach
Kirchengemeinde Hailfingen
Tatjana Rosenfelder-Timm | 07457 9482398
Markus Kohler | 07457 732795 | E-Mail schreiben
Kirchengemeinde Kiebingen
Martin Günther | 07472 441905 | E-Mail schreiben
Kirchengemeinde Weiler
Annja Egerter | 07472 43481 | E-Mail schreiben
Heike Baumann | 07472 947619 | 0177 2678205 | E-Mail schreiben
Kirchengemeinde Obernau
Ute Bürger-Junger
Kirchengemeinde Niedernau
Heike Schmitt | 07472 9568499 | E-Mail schreiben
Valeria Sanfilippo | 0157 74625747 | E-Mail schreiben
Kirchengemeinde Bieringen
Sandra Biesinger | 0173 2166508 | E-Mail schreiben
Christian Manthey | 0172 4089906 | E-Mail schreiben
Kontaktadressen im Falle eines Missbrauchs
Hilfetelefon Sexueller Missbrauch
(bundesweit, kostenfrei, anonym)
0800 2255530
Mo, Mi, Fr: 09:00-14:00 Uhr
Di, Do: 15:00-20:00 Uhr
Internet: www.hilfeportal-missbrauch.de
Online Beratung siehe Website
Kinderschutz-Team des Bischöflichen Jugendamts/BDKJ
07153 3001234
Diözese Rottenburg-Stuttgart
Mobil (in den Ferien): 0151/53781414
E-Mail: kinderschutz@bdkj.info
Internet: www.bdkj.info
Stabsstelle Prävention, Kinder- und Jugendschutz
07472 169385
Obere Gasse 6, 72108 Rottenburg
E-Mail: praevention@drs.de
Internet: www.praevention.drs.de
Spezialisierte Fachberatungsstellen im Kreis Tübingen
TIMA e. V.
07071 763006
Fachstelle Mädchenstarke Prävention
Weberstr. 8, 72070 Tübingen
E-Mail: team@tima-ev.de
Internet: www.tima-ev.de
PfunzKerle e. V.
07071 360989
Fachstelle Jungen- und Mädchenarbeit
Mömpelgarder Weg 8, 72072 Tübingen
E-Mail: info@pfunzkerle.org
Internet: www.pfunzkerle.de
Pro familia e. V.
07071 34151
Hechinger Str. 8, 72072 Tübingen
E-Mail: info@profamilia-tuebingen.de
Internet: www.profamlia-tuebingen.de
Sozialer Dienst – Landratsamt Tübingen
07071 207-2192
Wilhelm-Keil-Str. 50, 72072 Tübingen
E-Mail: jugend@kreis-tuebingen.de
Internet: www.kreis-tuebingen.de
(außerhalb der Öffnungszeiten: Bei akutem Handlungsbedarf vermittelt die Polizei den Kontakt zur Rufbereitschaft des Jugendamts)
Kriminalprävention
07121 942-0
Polizeipräsidium Reutlingen
Urbanstr. 22, 72764 Reutlingen
E-Mail: reutlingen.pp.praevention@polizei.bwl.de
Internet: www.polizei-beratung.de
RUF UND RAT
0711 2262055
Hospitalstraße 26, 70174 Stuttgart. E-Mail: beratungszentrum@ruf-und-rat.de
Unikliniken
Kinder- und Jugendpsychiatrie
07071 298 2338
Osianderstr. 14, 72076 Tübingen
Mo-Do 08:30-16:00 Uhr
Freitags 08:30-14:00 Uhr
außerhalb dieser Zeit Tel. 07071/298 2684
E-Mail: ppki@med.uni-tuebingen.de
Internet: www.medizin.uni-tuebingen.de/ppki/
Kinderklinik
07071 298 3781 (24h)
Hoppe-Seyler-Str. 1, 72070 Tübingen
E-Mail: marion.doebler-neumann@med.uni-tuebingen.de
ute.bayha@med.uni-tuebingen.de
Internet: www.medizin.uni-tuebingen.de/kinderklinik
Frauenklinik
07071 298 2255
Calwer Str. 7, 72076 Tübingen
Spezialsprechstunde, tagsüber besetzt
Frauenklinik Pforte 24h/nachts
E-Mail: katharina.rall@med.uni-tuebingen.de
sara.brucker@med.uni-tuebingen.de
Internet: www.uni-frauenklinik-tuebingen.de


